23.10.11 - Motorrad Kurier Herbsttour

 

Bei unserer letzten Tour war uns beim Abstecher zur Tankstelle in Ehingen eine Ausgabe des Motorrad Kurier in die Hände gefallen. Eine Anzeige weckte gleich meine Neugier und auch Fabi war gleich begeistert davon, die Herbsttour. In der Hoffnung das das Wetter auch mitmacht, rüsteten wir uns also für eine Fahrt ins Kalte. Warme Handschuhe mussten noch her, außerdem sollte unsre Albrecht Kommunikationsanlage getestet werden.
 
So machten wir uns dann am 23.10. gegen 8:30 Uhr bei +3 °C auf den Weg zum Treffpunkt, dem Wonnemar in Neu-Ulm. Dort erwarteten uns schon jede Menge Motorräder, mit so vielen hatten wir nicht gerechnet bei dem Wetter, denn Ulm versank wie meistens im Nebel... Jemand zählte irgendwann mal vor der Abfahrt, dort waren es schon über 70! Die Verlosung der Preise vom Motorrad Kurier Mocache war gerade noch im Gange, das ging uns weiter nichts an. Wir besorgten uns für einen Euro dann gleich mal den Tourplan, war auch gut so.
Denn plötzlich hieß es in 5min ist Abfahrt. Und schon waren die ersten losgefahren. Wir sahen uns etwas Ratlos an, am Ende waren wir zusammen mit einem anderen Biker alleine auf dem Platz, warten bis alle startklar sind kannte man anscheinend nicht... Aber nun ja, hatten ja den Heimvorteil. Der Plan verriet uns außerdem das erst mal von Wiblingen nach Grimmelfingen gefahren wird, also auf und mit flotter Gangart hinterher. Kurz nach Wiblingen hatten wir die Gruppe wieder eingeholt und fuhren nun gemütlich hinterher. Und schon bald war klar warum das alles so flott ging. Zwei Biker sorgten immer für freie Bahn indem sie an Kreuzungen den Verkehr anhielten, sehr gute Idee bei der Menge an Motorrädern.
 
Zum Fahrtverlauf schreibe ich nun nicht so viel, steht ja unten. Kurz nach Seißen wurde eine erste Pause eingelegt. Eine sehr gute Idee, denn inzwischen waren wir schon recht durchgefrohren... vor allem Fabi musste leiden. Und das wo er sich extra richtige Winterhandschuhe gekauft hatte... Ich mit meinen „normalen“ Probiker Season hatte es da doch etwas Wärmer... Außerdem wurden auch gleich die Essensbestellungen aufgenommen damit das später alles reibungslos klappt im Gasthof. Bis hierhin funktionierte es übrigens auch mit der Verständigung tadellos, selbst bei 100km/h und mehr, wir waren fleißig am quatschen :-D
Das sollte sich nun aber leider ändern... Dank der Kälte und dem dauerhaften Nebel sammelte sich bei Fabi Kondenswasser im Helm, dadurch begann das Mikro langsam aber sicher abzusaufen... Das machte sich bei der Weiterfahrt durch geringe Lautstärke bemerkbar. Die Weiterfahrt sollte es allgemein in sich haben, denn irgendwann fiel die Temperatur, aus dem Wasser auf dem Visier wurden kleine Eisstückchen! Und nicht nur hier gab´s Eis, auf meiner Verkleidungsscheibe war es ebenso zu finden wie auf der kompletten Kleidung! Wie wir später beim Essen von einem BMW Fahrer erfuhren, waren es zeitweise -8 °C!!!
 
So war es auch kein Wunder, das wir bei der zweiten Pause zwischen Odenwaldstetten und Bernloch komplett durchgefrohren waren... und nicht nur wir. Und auch das Mikro quittierte nun endgültig den Dienst. Also war wieder Schweigen angesagt für den Rest der Tour. Bei Donnstetten bekamen wir tatsächlich mal die Sonne zu sehen, doch auch das sollte nur ein kurzes Vergnügen sein, ein paar Minuten später versanken wir schon wieder im dichten Nebel. Und jetzt bekam auch ich Probleme mit der Kälte, klappernde Zähne waren da noch das kleinste Übel... Und als wäre ich nicht genug geplagt, entlang eines Waldstückes gab´s auch noch rechts und links der Straße Schnee zu sehen!!!
 
Da war es höchste Zeit das wir endlich in Westerheim beim Essen ankamen! Und wir könnt´s anders sein, hier war auch wieder Sonne, toll... Zum essen hatten wir beide uns Zwiebelrostbraten mit Pommes ausgesucht, dazu gab´s Salat vom Buffet, war wirklich sehr lecker :-) Irgendwann kam Jürgen zu uns an den Tisch und fragte, ob nicht jemand von uns an einer Wintertour Interesse hätte, aber wir lehnten alle dankend ab. Ähnlich ging´s ihm auch an den andren Tischen, würde mich ja interessieren ob er noch jemanden gefunden hat der mitfährt hihi
 
Nach ausgiebiger Stärkung ging´s dann wieder auf den Heimweg. Dieser war nun frei wählbar, wer wollte konnte noch mit nach Neu-Ulm ins Café Nachtschicht. Darauf verzichteten wir aber nach den Strapazen, wir hängten und allerdings bis nach Ulm an die Gruppe, so brauchte ich mir schon nicht überlegen wie ich am einfachsten heim finde ;-)
 
 
Die abschließenden Worte dürfen natürlich auch nicht fehlen, mir hat die Tour super gefallen und auch Fabi war begeistert. Die jungen Hüpfer, wie wir genannt wurden (waren auch mit Abstand die jüngsten Teilnehmer), wären auch gern wieder dabei gewesen, aber leider war es die letzte Gelegenheit, da wir die Blütentour leider verpassten...
 
  
Hier die Zusammenfassung des Streckenverlaufes
 
Neu-Ulm - Wiblingen - Grimmelfingen - Allewind - Eggingen - Erstetten - Gerhausen - Blaubeuren - Seißen - Sontheim - Magolsheim - Böttingen - Münsingen - Grafeneck - Dapfen - Wasserstetten - Eglingen - Ödenwaldstetten - Bernloch - Gomadingen - Gächingen - Sirchingen - Bad Urach - Grabenstetten - Böhringen - Donnstetten - Westerheim - Laichingen - Berghülen - Asch - Wippingen - Herrlingen - Blaustein - Grimmelfingen
 
Gesamte Tourlänge: ca. 156km
   
Herbsttour 2011 - Bilder